Schon wieder ein Jahr her, aber nicht vergessen.

Es war vor gut einem Jahr (11.11.2010), als man den Menschenrechtler Bernd Vogt im Zug verhaftet hatte. Grund war eine eine angebliche Beleidigung, die man zwar nicht beweisen konnte, aber natürlich trotzdem abgeurteilt hat.

Unter Unabhängigkeit der Justiz versteht halt manch Schwarzkittel, dass er machen kann, was er will. Beweise, so was braucht keiner, das hält nur auf.

Und aus „im Zweifel für den Angeklagten“ kann man ja auch mal machen: „Im Zweifel für den Angeklagten mal ein paar Monate mehr“.

Unschuldig im Knast? Das gibt es nicht für die Herren Wärter mit Pensionsanspruch. Das muss ein Spinner sein. Den muss man mal richtig zurechtstutzen, das dachten sich einige. Aber das klappte diesmal nicht. Der Beamtendumm-Förderverein erfuhr von der Verhaftung und Berichte, damals noch auf Folterknast.de Und da der Bürgerrechtler kein Unbekannter war, kam auf die Uniformierten zu was sie gar nicht schätzen. Arbeit.

Aus ganz Deutschland ging täglich Post ein. Der Spendenaufruf auf Folterknast.de sorgte dafür, dass täglich auch noch Geldeingänge zu verbuchen war, also noch mehr Arbeit.

Unsere Leser schickten Pakete an Bernd. Diese bekam er zwar nicht, da in einem ordentlichen Knast nur 3 Paketsendungen im Jahr erlaubt sind. Aber  die Sendungen nervten. Sie machten Arbeit. Sie mussten angenommen werden, verbucht werden, und wieder zurückgeschickt werden. Ach Sch… hätte den doch keiner verhaftet.

Und die Knastleitung teilte dem Häftling dann noch mit, dass sie die Veröffentlichungen vom Beamtendumm-Förderverein auf Folterknast.de gar nicht schätzten. Bernd erzählte dann auch noch, dass selbst die unmöglichsten Beamten ihr Verhalten geändert hätten.

Gut so, das war Ziel der Veröffentlichungen. Neben den Geldspenden wurden noch viele, viel, ganz viele Briefmarken an den Inhaftieren geschickt. Da konnte man einige hundert Briefe mit frankieren. Der Knast hatte nur noch einen Wunsch, diesen Knacki wieder los zu werden. Und Bernd hat sich diesem Wunsch natürlich nicht widersetzt.

Wer es vergessen hat, das war der schäbige Knast im sonst so schönen Kiel.

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4 Antworten zu Schon wieder ein Jahr her, aber nicht vergessen.

  1. Helmut Karsten schreibt:

    „Verbeurlaubt“ (?) oder sagen wir: GEFREISLERT !
    „Noootwehr ? Nootwehr ?! Sie sind ja ein ganz erbaermlicher Lump, Siiee !“

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    • beamtendumm schreibt:

      Notwehr gibt es grundsätzlich nicht, wenn einer ADOLF heißt. Vielleicht hatte ihr Schläger als 25. Vornamen zufällig ein ADOLF. Dann dar auch gefreislert werden. Ist klar, oder?

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      • Helmut Karsten schreibt:

        Nicht ganz, abedr mein Gegenspieler hat den gleichen Namen, wie der letzte SS-Frankengau-Fuehrer. Einer der Richter am LG heisst auch so – und einer der Polizisten auch. Aber es war „Adolf“ nicht. Ich weis nicht, aus welcher Ecke die kommen. Was ich aber weis, ist, dass die nicht aus der demokratisch-sozialen Rechtsstaatsliga erwachsen sind.

        Rechts oder Links ? Who cares ? Faschismus uebersetzt sich ja auch als „Unrechtsherrschaft“.
        Die Nazis haben da kein Patent drauf.

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  2. Helmut Karsten schreibt:

    Es ist sieben Jahre her, dass ich, mit allen Notwehrbeweisen auf dem Richtertisch, in einen 30 Monate dauernden Umerziehungsaufenthalt, in die JVA-Bamberg und dann ins BKH-Bayreuth verbeurlaubt wurde. Leider habe ich damals die Seite Folterknast noch nicht gekannt.
    Waere auch sinnlos gewesen. Kein www im Knast oder im Bezirks.KZ.
    Jedenfalls hat der bayerische Staat aber fuer Folterberichtsmaterial gesorgt.
    http://www.helmutkarsten.de >>> Folterzelle 222

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